Hat sich unser Essverhalten im vergangenen Jahrzehnt verändert

März 14, 2017 Lebensmittelwelt 0

Eine der vielleicht am häufig gestellten Fragen rund um die Veränderung unserer Kulturwerte in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten betrifft die der Ernährung. Dies liegt daran, dass dies mit am einfachsten nachzuvollziehen ist und anhand echter Erfahrungswerte ermittelt werden kann. Um zu verstehen, ob und wie sich das Essverhalten von uns Menschen im Westen in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat – denn die Frage nach dem „ob“ stellt sich nicht wirklich – müssen wir uns zunächst angucken, wie es in den vorangegangenen Generationen gewesen ist.

Früher was oft so, dass der Mann den ganzen Tag aus dem Haus und auf der Arbeit war, sodass es meist an der Frau war, sich um die Ernährung im Haushalt zu kümmern. Dies fing mit dem Frühstück und folgte dann mit dem Lunchpaket für die Kinder. Schwarzbrot mit Wurst und Käse, frisches Obst und vielleicht eine kleine Leckerei dazu, fertig. Der Mann hingegen würde entweder mittags zum warmen Mittagessen nach Hause kommen, oder sich etwas in das Büro (oder den jeweiligen Arbeitsplatz) bestellen lassen, meist mit den anderen Arbeitskollegen. Abends würde die ganze Familie dann wieder zusammenkommen, um das Abendbrot gemeinsam zu haben. Auch diese Mahlzeit war fest in der Hand der Ehefrau und Mutter, meist gab es Brot mit Butter und Wurst, da die warme Mahlzeit bereits am Mittag stattfand. Auch die Vielfalt der Mahlzeiten war in der Vergangenheit geringer, man verließ sich eher auf die Energie-bringenden Kohlehydrate Reis, Kartoffeln und Nudeln, zusammen mit Fleisch, Fisch eher seltener. Zugang zu Kochbüchern oder modernen Methoden wie Essensblogs und anderer digitaler Medien war geringer, eher tauschte man mit Freunden Rezepte aus. Mit den sich immer stärker ausbreitenden sozialen Medien hat sich auch das Ess- und Kochverhalten von uns verändert. So kochen wir heute nicht mehr nur „heimisch“, sondern probieren uns immer mehr an kulinarischen Überraschungen aus anderen Kulturen aus.

Unser Essverhalten hat sich aber auch aufgrund einer anderen Sache maßgeblich verändert: die Familie. Während es früher fast nur normal war, dass der Mann gearbeitet hat und die Frau zuhause geblieben ist und gekocht hat, so arbeiten heutzutage beide Partner, egal in welcher Konstellation. So kocht auch mal der Mann, was früher kaum vorstellbar war. Dies hat auch zur Folge, dass ein Mittagessen zuhause nur noch selten stattfindet, einfach weil sich nicht immer die passenden Zeiten finden, um sich zu treffen. Immer öfters wird daher Essen zu sich genommen, was Fastfood-Läden, Cafés und andere Geschäfte anbieten, das sogenannte Convenient-Food. Schnelles, verpacktes Essen, um noch schneller wieder bei der Arbeit sein zu können. Fakt ist, die Idee des gemeinsamen Essens in einer Familie hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert, immer häufiger wird am Arbeitsplatz oder mobil gegessen. Unser Essverhalten hat sich dabei eindeutig unserem neuen, stressigen Lebensalltag angepasst.

Die besten türkischen Suppen die Sie mal probieren sollten

März 7, 2017 Lebensmittelwelt 0

Wenn man an die Türkei denkt, dann kommen einem sofort Istanbul, lebendige Märkte und eine reichhaltige Fleischkultur in den Kopf. Oder natürlich auch der hier so beliebte Döner, den es so ziemlich an jeder zweiten Straßenecke gibt. Allerdings ist die türkische Küche so vielseitig, dass man sie nicht nur auf einen Fleischspieß reduzieren sollte, sondern sich voll und ganz auf die vielen unterschiedlichen Gerichte und Gewürze einstellen sollte. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Küche der Türkei auch für ihre herrlichen Suppen bekannt ist, die es dort überall zu finden gibt? Wir haben uns mal die Mühe gemacht, einige der besten Suppen des Landes zu finden und Ihnen hier näher zu bringen.

Mercimek Çorbasi – diese Linsensuppe ist wohl mit Abstand die beliebteste Suppe der Türkei und findet sich auf vielen Speisekarten im ganzen Land. Sie wird meist als Vorspeise zusammen mit Salat und Käsebroten serviert. Die traditionelle Vorbereitungszeit hierbei ist immer mindestens ein ganzer Tag, da die roten Linsen bevorzugt über Nacht eingeweicht werden, um sie so sehr weich und cremig zu machen. Zusammen mit Knoblauch, Chiliflocken und ein wenig geschmolzener Butter ist diese Suppe ein echter Hingucker und ein kulinarisches Muss wenn in der Türkei.

Yayla Çorbasi – hier haben wir es eher mit einer lokalen Spezialität zu tun. Aus den bergigen Regionen am Schwarzen Meer gelegen basiert diese Suppe auf Joghurt, da die dort einheimischen Farmer eine lange Tradition an Milchwirtschaft betreiben. Zusammen mit Reis, Eiweiß sowie geschmolzener Butter und einigen Chiliflocken – die bei vielen türkischen Rezepten dazugehören – symbolisiert diese Suppe den ganzen kulinarischen Stolz der Region. Diese Suppe ist was für Feinschmecker, aber nicht für alle.

Lahana Çorbası – was Suppen betrifft, so ist die Türkei ein Himmelreich für Vegetarier. Zum Beispiel diese Kohlsuppe, ebenfalls aus den bergigen Region am Schwarzen Meer. Kohlsuppe mag zwar ein wenig langweilig klingen, aber mit den bereits bekannten Chiliflocken, der geschmolzenen Butter und frischer Paprika ist dies ein geschmacklicher Volltreffer und sollte auf alle Fälle mal verköstigt werden. Diese Suppe wird sich zwar nicht auf allen Speisekarten des Landes finden, aber wer sich ein wenig Mühe gibt sollte reichlich belohnt werden.

Kelle Paça Çorbasi – wer des Türkischen mächtig ist, wird bereits erkannt haben, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Schafskopfsuppe handelt. Ursprünglich aus dem Mittleren Osten kommend, hat sich diese Suppe in der Osttürkei nah der syrischen Grenze heimisch gemacht und ja, es wird tatsächlich der Kopf eines Schafs verkocht und serviert. Zusammen mit Chiliflocken, Knoblauch und ein wenig Oregano soll dies ein absolutes Highlight der lokalen Küche darstellen.

Zwar servieren immer mehr Restaurants in der Türkei internationale Küche, aber diese und andere Suppen finden sich immer noch auf vielen Speisekarten im ganzen Land, besonders in den eher abgelegenen Regionen. Es lohnt sich daher, die regionalen Küchen zu erforschen und sich auf interessante Geschmäcker einzulassen.

Die besten chinesischen Gerichte die Sie noch nicht kennen

Februar 20, 2017 Lebensmittelwelt 0

Chinesisches Essen ist oft einfach richtig lecker, Fakt! Wer am Tag mal so durch die Stadt schlendert, der kommt immer wieder an Nudelrestaurants vorbei, natürlich sind auch die großen Restaurants mit dem berühmten All-you-can-eat Angeboten nicht zu vergessen. Wer Lust auf was Neues hat, der sollte sich diese Sachen nicht entgehen lassen. Aber mehr als Nudeln mit Sojasprossen, Hühnchen süß-sauer und Frühlingsrollen kennen die meisten Menschen nicht, wenn sie von chinesischem Essen reden. Wer mal in China ist, wird von dort staunend berichten, wie vielfältig und anders das Essen dort ist. Aber auch hier wird die Küche immer interessanter. Wir stellen Ihnen einige der besten Gerichte aus dem Reich der Mitte vor, die Sie vielleicht noch gar nicht kannten.

Japanisches Tofu – klingt zwar auf den ersten Blick gar nicht nach China, ist es aber. Japanisches Tofu ist ein fester Tofu mit einem weichen Inneren. Hier treffen also zwei Schichten aufeinander, was viel interessanter ist als der bekannte weiche Tofu. Knusprig gebraten in einer scharfen Soße ist dies ein Himmelreich für vegetarische Liebhaber von chinesischem Essen.

Sammies – auch schon wieder ein seltsamer Name, aber Sammies sind coole Brottaschen aus China, fast ein wenig so wie Pitabrote. Hierbei wird das Fleisch mehrere Stunden vorher zubereitet und dann direkt mit frischer Gurke und Koriander im offenen Brot serviert. Dies wird als schneller Snack auf der Straße immer beliebter.
Yam-Suppe – sowas wie der Geheimtipp unter den unbekannten Leckereien aus China. Hier wird die Yamswurzel zusammen mit Rinderbrühe aufgekocht und heiß verzehrt, besonders die vielen traditionellen Gewürze machen dies zu einem echten Highlight.
Chinesischer Brokkoli in Austernsoße – erinnert ein wenig an einheimische Rezepte, aber dieser Brokkoli ist bei uns in den Supermärkten nicht so einfach zu finden. Die Austernsoße mit Knoblauch gibt hier den ganz besonderen Kick.

Xiao Long Bao – die bekannten Maultaschen Chinas – dort als Dumplings bezeichnet – sind einfach ein echtes Muss für alle Fans der chinesischen Küche. In einem Bambuskocher zubereitet, sind diese schnell und einfach zu verzehren und sättigen immens. Die Füllungen unterscheiden sich dabei meist zwischen Fleisch und Gemüse.
Congee – eine leckere Hühnchen Suppe mit Nudeln und Körnern. Hier kriegt man auf einen Schlag eine Menge an Vitaminen und Proteinen und nebenbei noch ein traditionelles Rezept aus dem Land. Einfach in der Zubereitung und schnell zuhause nachgekocht.

Shumai – das interessanteste was Dim Sums zu bieten haben. Diese kleinen offenen Teigtaschen werden entweder mit Fleisch oder verschiedenen Gemüsesorten gefüllt und sind meist sehr würzig.

Natürlich ist dies nur eine marginal kleine Auswahl an Gerichten aus China, diesem unglaublich großen Land. Viele traditionelle Speisen sind noch gar nicht in Europa und Deutschland angekommen, außerdem gibt es so viele lokale Unterschiede und Feinheiten, die man hier alle gar nicht aufzählen kann. Also am besten direkt nach China fliegen und selber alles probieren!